Archiv Seite 3

Abschlüsse im April

Licht und Schatten des Direktvertriebs: Im April dreht sich bei uns alles um den Beruf des Vertreters.

Los geht’s am 12.04. mit „Die Blume der Hausfrau“. In seinem Doku-Klassiker von 1998 begleitet Dominik Wessely eine Gruppe von Vorwerk-Vertretern durch die schwäbische Provinz; Jeder Abschluss ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Regionalbesten, zum Pokal auf der Weihnachtsfeier.

Am 26.04. folgt dann unser Klaus-Stern-Doppelfeature. In „Versicherungsvertreter“ und „Versicherungsvertreter 2“ erlebt ihr den kometenhaften Aufstieg und tiefen Fall des Mehmet E. Göker. Als Selfmademan baut dieser ein Vertriebsimperium auf und avanciert zum Liebling der Krankenversicherungsbranche. Doch 2009 finden die pompöse Selbstinszenierung und die inbrünstigen Motivationsreden ein jähes Ende. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und der hochverschuldete Göker flieht in die Türkei.


Foto: sternfilm// © Ulf Schaumlöffel

Mehr zu den Filmen erfahrt ihr im April-Programm!

Kampf der Künste im März

Live-Musik, Fotografie, Schauspiel: Der März bringt ein picke-packe volles Programm im Dokusalon.

Wir starten am 08.03. mit etwas ganz Besonderem: Einem Filmkonzert! Die belgische Band „We Stood Like Kings“ kommt zu Besuch und vertont den Vertov-Klassiker „A Sixth Part of the World“ neu. Vertovs Film zeigt die Lebensstile der vielfaltigen Bevölkerungsgruppen, die Anfang des letzten Jahrhunderts die damalige Sowjetunion bewohnten. Mit Klängen zwischen klassischer Musik und Post-Rock begleitet die Band den Film live.

Am 22.03. geht’s mit „Life in Stills“ dann nach Israel. Miriam & Rudi Weissenstein eröffneten 1940 im Zentrum von Tel Aviv einen Fotoladen. Im Laufe der Jahrzehnte wächst das Archiv des inzwischen begehrten Fotojournalisten auf über 1 Million Negative an, die die Geschichte Israels dokumentieren. Die über 90 Jahre alte Miriam und ihr Enkel Ben verwalten & hüten diesen Schatz, streiten, trauern, kämpfen. Mit der Tradition, der Veränderung.

Am 29.03 begleiten wir mit „Schöne blonde Augen“ schließlich eine Gruppe von Schauspielern mit geistiger Behinderung, die ein Stück zum Thema „Geburt“ entwickelt – es entstehen berührende Verfremdungen und Momente voller Poesie. Ein Film über Liebe, Kommunikation jenseits des Sagbaren und die Herausforderung des Spielens.

Mehr zum Programm: März 2016

Remakes & Repression im Februar

Im Februar verschaffen wir uns einen Überblick über das filmische Erbe der Türkei der 60er und 70er Jahre und begleiten junge Russinen beim Kampf für ihr Recht auf Liebe.

Los geht’s am 09.02. mit „Remake, Remix, Rip-Off“. Der Kompilationsfilm zeichnet die Geschichte der „Yesilçam“, der türkischen Filmindustrie, in den 60er und 70er Jahren nach. Mit geringen Mitteln und viel Pragmatismus entstehen dort tausende Filme – häufig Kopien internationaler Erfolge wie Rambo oder Star Wars. Eine Hommage an die goldene Ära des türkischen Kinos. Regisseur Cem Kaya wird zu Gast sein.

Am 23.02. geht’s mit „Olya’s Love“ dann nach Moskau. Dort engagieren sich Olya und ihre Partnerin in der LGBT-Szene. Vor der Kamera sprechen sie über ihre Beziehung, familiäre Akzeptanz und ihren Aktivismus. Ein Film über Liebe in Zeiten gesellschaftlicher Diskriminierung und politischer Repression.

Das Programm im Detail gibt es HIER

Absturz und Ausverkauf im Januar

Frohes Neues, liebe Dokufreunde!

Wir hoffen ihr seid gesund und munter ins Jahr 2016 gekommen! Und wir hoffen auch, euch bald wieder im Salon begrüßen zu können!
Ohne weitere Umschweife – Unser Programm im Januar:

Los geht’s am 12.01. mit „Nichts für die Ewigkeit“. Zwischen 1993 und 2005 hielt Britta Wandaogo den Alltag, die Gespräche, die gemeinsame Zeit mit ihrem Bruder auf Film fest.
Seine Drogensucht ist dabei omnipräsent: Mal als Nebenerscheinung des Alltags, mal als Zerreißprobe für die ganze Familie. Doch Wandaogo gelingt es, viel mehr zu zeigen als die Chronologie seiner Abhängigkeit. Ihr intimer Film zeigt Dirk mal verladen, schlafend, mal aufwachend und immer wieder charmant. Die Regisseurin wird an diesem Abend zugegen sein!

Am 26.01. geht es dann mit „Hier sprach der Preis“ in die Provinz. Nach Bruchsal-Heidelsheim um genau zu sein. Dort schlägt die letzte Stunde eines insolventen Praktiker Baumarkts. Resigniert und genervt durchleben die letzten Mitarbeiter das Ende ihrer Arbeitsstelle. Sabrina Jägers Film ist ein einfühlsames und mitunter unterhaltsames Zeitdokument der Wirtschaftskrise und ihrer Folgen für den Einzelnen. „Alles muss raus!“

Trailer und weitere Informationen findet ihr hier: Januar 2016

Auf bald!
Euer Salon

Skurrile Begegnungen & ein Wunschkonzert

Eine weitere Sonnenumrundung wäre fast geschafft. Wir verabschieden uns auf einer humorvollen Note aus dem Jahr 2015.

Am 08.12. machen wir uns mit Stanislaw Mucha auf die Reise und entfliehen dem Hamburger grau in grau. In „Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“ geht es auf den Spuren Ovids um ein Meer, durch sieben Länder & zwei Kontinente. Mit spitzbübischem Blick zeigt Mucha eigensinnige Alte, tanzende Kinder und Botox-Händler am Strand. Alltagsbilder einer Welt, in der die Uhren anders ticken.

Am 22.12. lassen wir dann unser Doku-Jahr 2015 gemütlich und heiter ausklingen. Wir bringen drei Filme (#Mockumentary) mit – ihr entscheidet was läuft! Deal?

Knastvögel und Psychopharmaka

Wir freuen uns jetzt schon auf schöne Filmgespräche: An beiden Terminen im November sind Gäste zu Besuch!

Los geht’s am 10.11. mit „Jailbirds – Geschlossene Gesellschaft“ und Regisseur Andrei Schwartz. Der Film gewährt Einblicke in Rumäniens „Vorzeigeknast“ Radova, den Alltag und die Lebensgeschichten seiner Insassen. Unter anderem begegnen wir Gavriel, einem verurteilten Mörder und dem Hauptprotagonisten von Andreis aktuellem Film „Himmelverbot“.

Am 24.11. geht es dann mit „Nicht alles schlucken“ um das immer noch zu häufig tabuisierte Thema psychischer Erkrankungen und ihrer Behandlung mit Psychopharmaka.
Betroffene, Angehörige, Ärzte und Pfleger, schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zu den Chancen und Risiken dieser Medikamente.
Gwen Schulz, Protagonistin und Peer-Beraterin für psychisch Kranke, wird zu Gast sein.

Slamdance und Ordnungswut im Oktober

Schön ordentlich und schön chaotisch geht es im Oktober im Dokusalon zu!

Am 13.10. geht’s los mit „Vom Ordnen der Dinge“, einem schlauen und amüsanten Doku-Essay über den menschlichen Drang die Welt zu vermessen, zu kategorisieren und zu sortieren. Wir begleiten Biologen, Vermessungsingenieure, Städteplaner und Hobbystatistiker bei ihren mal schön, mal wunderlich und mal bedrohlich anmutenden Versuchen der Welt eine Ordnung zu geben.

Am geht es dann mit „Salad Days“ um die Ursprünge der Hardcore-Bewegung, die bis heute Subkulturen und Lebensstile prägt. Neben Interviews mit Szenegrößen wie Henry Rollins, Ian MacKaye, J. Mascis und Dave Grohl gibt es jede Menge historisches Filmmaterial und Fotografien. Absolut sehenswert!

Flashback 2000

Im September meldet sich der Dokumentarfilmsalon aus seiner Sommerpause zurück. Wir machen einen Rückwärtssalto in die frühen 2000er und begleiten zwei großartige Regisseure und Künstler bei ihrer Arbeit.

Los geht es am 08.09. mit „Lost in La Mancha“. Im September 2000 beginnt Terry Gilliam mit den Dreharbeiten zu seiner Don Quixote Verfilmung „The Man Who Killed Don Quixote“- ein lang gehegter Traum. Doch es geht schief, was schief gehen kann. Ursprünglich als Making-of angelegt, gerät die Dokumentation der Dreharbeiten zum Protokoll einer filmischen Katastrophe.

Am 22.09. geht’s mit „Ausländer Raus! Schlingensiefs Container“ dann nach Wien, wo Christoph Schlingensief mit einer Kunstaktion die Gemüter erhitzt. Die Idee: 12 Asylbewerber wohnen unter ständiger Kamerabeobachtung in einem Container. Per Zuschauer-Voting wird jeden Tag ein Kandidat abgeschoben. Seine Kritik pervertierter Unterhaltungsformate und aufkommender Rechtsströmungen bringt Österreich auf die Palme und schlägt auch in europäischen Medien große Wellen.

Aufwerten & Abwerten im Juli

Vor unserer Sommerpause im August wird’s im Salon nochmal politisch: Wir werfen einen kritischen Blick auf lokale und europaweite Entwicklungen.

Los geht’s am 14.07. mit „Boomtown St. Georg“. Der Film beschäftigt sich mit der fortschreitenden Aufwertung bzw. Gentrifizierung des Stadteils und schildert ihre Folgen für seine Bewohner. Dabei lässt er sowohl angestammte Mieter, Aktivisten als auch Stäteplaner und Investoren zu Wort kommen.

Am 28.07. geht es dann mit „Wer rettet wen?“ dann um die Euro- bzw. Bankenkrise. Verstimmte Finanzmärkte, arbeitslose Jugendliche, geräumte Wohnungsbesitzer: Es liegt vieles im Argen in Europa. Seit Jahren folgt ein Rettungsprogramm dem anderen – aber wer wird hier eigentlich „gerettet“, und von wem?

FAQ im Juni

Im Juni wenden wir uns elementaren Fragen zu und hinterfragen Selbstverständliches. Auf unserem Fragebogen: Was kann es alles bedeuten, wenn jemand sagt: „Ich bin ein Mann“? Und: Wer ist eigentlich diese „Zeit“?

Am 09.06. lernen wir in „Voltrans“ die Aktivisten der gleichnamigen, türkischen Trans*Männer-Initiative kennen. Sie erzählen u.a. von ihren Erfahrungen in der lesbisch-schwulen Szene, der feministischen Bewegung und von der Gründung ihrer Initiative. Gast: Mitgründer Kanno!

Am 23.06. begrüßen wir Philipp Hartmann im Salon. Sein Filmessay „Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe“ entfaltet eine Fülle von Perspektiven zu der Frage, was ist eigentlich Zeit? Die Spurensuche führt uns von atom-genauer Zeitmessung über betrunkene Gespräche über Einstein zur Zeitpsychologie des Kindes und so manchem mehr.




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