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Pop Zustände im Dezember

Während allerorten die Weihnachtsmärkte ihre Pforten öffnen, möchten wir unser Dezember-Programm verkünden. Diesen Dezember gibt es nur einen Salon-Termin, da der vierte Dienstag Feier- und Urlaubstagen zum Opfer fällt.
Alles halb so wild, denn am 13.12. können wir euch Dietmar Post und Lucía Palacios tollen Film „Deutsche Pop Zustände“ präsentieren.
Der Film untersucht den Wandel der Popkultur und ihre Öffnung zu neonazistischen Ideologien hin. Wie konnte Etwas, das einst als modern und emanzipatorisch galt, zum Vehikel rechter Propaganda werden? Findet es mit uns Heraus! Nach dem Screening gibt’s ein Gespräch mit einem Protagonisten des Films, dem Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer!

>> Dezember 2016 < <

Der Salon im November

Los geht’s am 08.11. mit „Une Jeunesse Allemande“. In seinem Film montiert Jean-Gabriel Périot deutsches und französisches Archivmaterial neu zusammen und wirft einen Blick von außen auf die Bundesrepublik Deutschland der RAF-Ära. Périot bietet keine einfachen Antworten oder gar Erklärungen, sondern einen scharfen Kommentar über Gewalt und Geschichte.

Am 22.11. zeigen wir dann „Bonne Nuit Papa“ von Marina Kem. Ausgehend von der Frage „Was hatte meinen Vater sprachlos gemacht?“ erzählt Kem die Lebensgeschichte ihres kambodschanischen Vaters und gelangt immer tiefer in die Geschichte der Ideologiekriege und hin zu ihrer kambodschanischen Familie. Gäste: Regisseurin Marina Kem & Produzent Oliver Neis!

Mehr Inforamationen unter November 2016!

Spielshows & Experimente im Oktober

Bild und Ton fallen auseinander und eine gestörte Nation findet sich vor dem Fernseher ein: Der Oktober im Dokusalon!

Los geht es am 11.10. mit einem Besuch von Volko Kamensky. Der Filmemacher und bildende Künstler bringt drei seiner experimentellen Dokumentarfilme mit: „Divina Obsesión“ (1999), „Alles was wir haben“ (2004) und „Oral History“ (2009). Wir entdecken die besondere Schönheit gewöhnlicher Kreisverkehre, erforschen die Geschichte eines Heimatmuseums und entdecken die Kraft kollektiver Vorstellungen. Filmvorführung & Gespräch.

Am 25.10. zeigen wir dann Lutz Dammbecks „Overgames“. Der Film thematisiert den Zusammenhang zwischen Unterhaltung, Verhaltensforschung, Psychiatrie und politischer Propaganda. Was haben TV-Shows mit Psychotherapie gemein und welche Rolle spielten sie nach dem 2. Weltkrieg im deutschen Fernsehen? Zu Wort kommen Gameshow-Produzenten, Psychiater und Anthropologen verschiedenster Coleur. Zu Gast: Der Regisseur, Lutz Dammbeck!

Mehr zum Programm hier: Oktober 2016

Fotos & Symphonien im September

Der September rückt langsam näher und damit auch das Ende unserer Sommerpause! Und wir haben gleich zwei fabelhafte Dokuabende für euch in petto, bei denen die Stadt Berlin eine gewisse Rolle spielt.

Wir starten am 13.09. mit „FOTO: OSTKREUZ“. 1990 gründen in besagter Metropole sieben ostdeutsche Fotografen eine Agentur nach dem Vorbild der französischen Agentur Magnum. Der Film zeichnet 25 Jahre ost- und vereinte deutsche Geschichte, 25 Jahre sozialkritische, künstlerische Fotografie nach. Mit Gästen!
ACHTUNG: Wegen großem Interesse gibt es an diesem Abend zwei Vorführungen! Start um 20:00 & 22:00 Uhr!

Am 27.09. erweisen uns die belgischen Post-Rocker „We stood like Kings“ ein Mal mehr die Ehre. Die vierköpfige Band verpasst Walther Ruttmanns Experimantal-Doku-Klassiker „Berlin – Die Symphonie der Großstadt“ live ein neues Klangkleid. Bilder des Berliner Alltags der 1920er Jahre verschmelzen dann mit hallenden E-Gitarren und Pianoklängen. Nicht verpassen!

Mehr über unser September-Programm erfahrt ihr HIER!

Sportlich-schöne Glanzpunkte im Juli

Der Juli ist da und damit auch unser letztes Programm vor der Sommerpause. Bevor wir uns jedoch im August zur Sommerklausur zurückziehen, wird es bei uns noch sportlich und schön.

Los geht’s am 12.07. mit „Tom Meets Zizou“. Regisseur Aljoscha Pause begleitet darin über acht Jahre die große deutsche Fußballhoffnung Thomas Broich. Ein „echter Typ“, der „Mozart des Fußballs“ titeln die Zeitungen zu Beginn seiner Karriere. Doch kann seine Leichtigkeit die Ups&Downs des Profigeschäfts überdauern?

Weiter geht’s dann am 26.07. mit „Die Schöne Krista“ von Antje Schneider und Carsten Waldbauer. Krista wird zur ‚Miss Holstein‘ gewählt. Der Preisrichter urteilt: Gut im Fundament, scharf gebaut, eine großrahmige Hochleistungskuh. Die Züchterfamilie Seegers hofft auf wirtschaftlichen Erfolg – Doch ist das bei Milchpreisen um die 20 Cent pro Liter überhaupt möglich?

Mehr dazu HIER!

2 x Wende-Jugend im Juni

Adoleszenz und Systemwechsel: Im Juni beschäftigen wir uns mit der Frage, wie junge Menschen im Osten Deutschlands die Zeit um die Wende erlebten und zeigen dazu zwei Filme.

Los geht’s am 14.06. mit „Schräge Zeit“ von Olafur Sveinsson. Der Film erzählt die Geschichte der Ostberliner Punkband „Der demokratische Konsum“, die gegen den „real existierenden Sozialismus“ rebelliert. Und davon wie die STASI und schließlich die Wende ihre Lebensentwürfe durcheinanderbringen.

In Anwesenheit von Regisseur Andreas Voigt zeigen wir am 28.06. dann den Film „Glaube, Liebe, Hoffnung“. In seinem Film begleitet er links- und rechtsradikale Jugendliche im Leipzig der frühen 90er Jahre, zeigt ihren Alltag, erforscht Familiengeschichten und thematisiert ihre Aggression, ihre Träume und Ängste.

Mehr dazu hier: Juni 2016

Unbequem durch den Mai

Der Mai im Salon: Häuser die sich querstellen und ein Mann, der mit drei deutschen Systemen in Konflikt war.

Wir starten am 10.05. mit „Terrible Houses in Danger“ und wenden uns lokaler Geschichte zu. In den frühen 1980er Jahren ist das Leben in den besetzten Hafenstraßenhäusern geprägt von Selbstbestimmung und staatlicher Repression. Mit dem Film wollen die Bewohner ihre Straße vorstellen, die Politik des Senats anprangern und ihren Forderungen Ausdruck verleihen.Wir sprechen mit Gästen über diese bewegte Zeit.

Am 24.05. geht es dann um Sozialpsychologen Peter Brückner. Als politischer Mensch und unbequemer Professor wurde er zu einer Symbolfigur der 68er Bewegung. Im Film “Aus dem Abseits” begibt sich sein Sohn Simon auf eine Spurensuche und trifft zahlreiche Mitstreiter seines Vaters. Simon Brückner ist zu Gast und steht uns Rede und Antwort.

In Gänze: Mai 2016

Abschlüsse im April

Licht und Schatten des Direktvertriebs: Im April dreht sich bei uns alles um den Beruf des Vertreters.

Los geht’s am 12.04. mit „Die Blume der Hausfrau“. In seinem Doku-Klassiker von 1998 begleitet Dominik Wessely eine Gruppe von Vorwerk-Vertretern durch die schwäbische Provinz; Jeder Abschluss ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Regionalbesten, zum Pokal auf der Weihnachtsfeier.

Am 26.04. folgt dann unser Klaus-Stern-Doppelfeature. In „Versicherungsvertreter“ und „Versicherungsvertreter 2“ erlebt ihr den kometenhaften Aufstieg und tiefen Fall des Mehmet E. Göker. Als Selfmademan baut dieser ein Vertriebsimperium auf und avanciert zum Liebling der Krankenversicherungsbranche. Doch 2009 finden die pompöse Selbstinszenierung und die inbrünstigen Motivationsreden ein jähes Ende. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und der hochverschuldete Göker flieht in die Türkei.


Foto: sternfilm// © Ulf Schaumlöffel

Mehr zu den Filmen erfahrt ihr im April-Programm!

Kampf der Künste im März

Live-Musik, Fotografie, Schauspiel: Der März bringt ein picke-packe volles Programm im Dokusalon.

Wir starten am 08.03. mit etwas ganz Besonderem: Einem Filmkonzert! Die belgische Band „We Stood Like Kings“ kommt zu Besuch und vertont den Vertov-Klassiker „A Sixth Part of the World“ neu. Vertovs Film zeigt die Lebensstile der vielfaltigen Bevölkerungsgruppen, die Anfang des letzten Jahrhunderts die damalige Sowjetunion bewohnten. Mit Klängen zwischen klassischer Musik und Post-Rock begleitet die Band den Film live.

Am 22.03. geht’s mit „Life in Stills“ dann nach Israel. Miriam & Rudi Weissenstein eröffneten 1940 im Zentrum von Tel Aviv einen Fotoladen. Im Laufe der Jahrzehnte wächst das Archiv des inzwischen begehrten Fotojournalisten auf über 1 Million Negative an, die die Geschichte Israels dokumentieren. Die über 90 Jahre alte Miriam und ihr Enkel Ben verwalten & hüten diesen Schatz, streiten, trauern, kämpfen. Mit der Tradition, der Veränderung.

Am 29.03 begleiten wir mit „Schöne blonde Augen“ schließlich eine Gruppe von Schauspielern mit geistiger Behinderung, die ein Stück zum Thema „Geburt“ entwickelt – es entstehen berührende Verfremdungen und Momente voller Poesie. Ein Film über Liebe, Kommunikation jenseits des Sagbaren und die Herausforderung des Spielens.

Mehr zum Programm: März 2016

Remakes & Repression im Februar

Im Februar verschaffen wir uns einen Überblick über das filmische Erbe der Türkei der 60er und 70er Jahre und begleiten junge Russinen beim Kampf für ihr Recht auf Liebe.

Los geht’s am 09.02. mit „Remake, Remix, Rip-Off“. Der Kompilationsfilm zeichnet die Geschichte der „Yesilçam“, der türkischen Filmindustrie, in den 60er und 70er Jahren nach. Mit geringen Mitteln und viel Pragmatismus entstehen dort tausende Filme – häufig Kopien internationaler Erfolge wie Rambo oder Star Wars. Eine Hommage an die goldene Ära des türkischen Kinos. Regisseur Cem Kaya wird zu Gast sein.

Am 23.02. geht’s mit „Olya’s Love“ dann nach Moskau. Dort engagieren sich Olya und ihre Partnerin in der LGBT-Szene. Vor der Kamera sprechen sie über ihre Beziehung, familiäre Akzeptanz und ihren Aktivismus. Ein Film über Liebe in Zeiten gesellschaftlicher Diskriminierung und politischer Repression.

Das Programm im Detail gibt es HIER




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