Archiv Seite 2

Sportlich-schöne Glanzpunkte im Juli

Der Juli ist da und damit auch unser letztes Programm vor der Sommerpause. Bevor wir uns jedoch im August zur Sommerklausur zurückziehen, wird es bei uns noch sportlich und schön.

Los geht’s am 12.07. mit „Tom Meets Zizou“. Regisseur Aljoscha Pause begleitet darin über acht Jahre die große deutsche Fußballhoffnung Thomas Broich. Ein „echter Typ“, der „Mozart des Fußballs“ titeln die Zeitungen zu Beginn seiner Karriere. Doch kann seine Leichtigkeit die Ups&Downs des Profigeschäfts überdauern?

Weiter geht’s dann am 26.07. mit „Die Schöne Krista“ von Antje Schneider und Carsten Waldbauer. Krista wird zur ‚Miss Holstein‘ gewählt. Der Preisrichter urteilt: Gut im Fundament, scharf gebaut, eine großrahmige Hochleistungskuh. Die Züchterfamilie Seegers hofft auf wirtschaftlichen Erfolg – Doch ist das bei Milchpreisen um die 20 Cent pro Liter überhaupt möglich?

Mehr dazu HIER!

2 x Wende-Jugend im Juni

Adoleszenz und Systemwechsel: Im Juni beschäftigen wir uns mit der Frage, wie junge Menschen im Osten Deutschlands die Zeit um die Wende erlebten und zeigen dazu zwei Filme.

Los geht’s am 14.06. mit „Schräge Zeit“ von Olafur Sveinsson. Der Film erzählt die Geschichte der Ostberliner Punkband „Der demokratische Konsum“, die gegen den „real existierenden Sozialismus“ rebelliert. Und davon wie die STASI und schließlich die Wende ihre Lebensentwürfe durcheinanderbringen.

In Anwesenheit von Regisseur Andreas Voigt zeigen wir am 28.06. dann den Film „Glaube, Liebe, Hoffnung“. In seinem Film begleitet er links- und rechtsradikale Jugendliche im Leipzig der frühen 90er Jahre, zeigt ihren Alltag, erforscht Familiengeschichten und thematisiert ihre Aggression, ihre Träume und Ängste.

Mehr dazu hier: Juni 2016

Unbequem durch den Mai

Der Mai im Salon: Häuser die sich querstellen und ein Mann, der mit drei deutschen Systemen in Konflikt war.

Wir starten am 10.05. mit „Terrible Houses in Danger“ und wenden uns lokaler Geschichte zu. In den frühen 1980er Jahren ist das Leben in den besetzten Hafenstraßenhäusern geprägt von Selbstbestimmung und staatlicher Repression. Mit dem Film wollen die Bewohner ihre Straße vorstellen, die Politik des Senats anprangern und ihren Forderungen Ausdruck verleihen.Wir sprechen mit Gästen über diese bewegte Zeit.

Am 24.05. geht es dann um Sozialpsychologen Peter Brückner. Als politischer Mensch und unbequemer Professor wurde er zu einer Symbolfigur der 68er Bewegung. Im Film “Aus dem Abseits” begibt sich sein Sohn Simon auf eine Spurensuche und trifft zahlreiche Mitstreiter seines Vaters. Simon Brückner ist zu Gast und steht uns Rede und Antwort.

In Gänze: Mai 2016

Abschlüsse im April

Licht und Schatten des Direktvertriebs: Im April dreht sich bei uns alles um den Beruf des Vertreters.

Los geht’s am 12.04. mit „Die Blume der Hausfrau“. In seinem Doku-Klassiker von 1998 begleitet Dominik Wessely eine Gruppe von Vorwerk-Vertretern durch die schwäbische Provinz; Jeder Abschluss ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Regionalbesten, zum Pokal auf der Weihnachtsfeier.

Am 26.04. folgt dann unser Klaus-Stern-Doppelfeature. In „Versicherungsvertreter“ und „Versicherungsvertreter 2“ erlebt ihr den kometenhaften Aufstieg und tiefen Fall des Mehmet E. Göker. Als Selfmademan baut dieser ein Vertriebsimperium auf und avanciert zum Liebling der Krankenversicherungsbranche. Doch 2009 finden die pompöse Selbstinszenierung und die inbrünstigen Motivationsreden ein jähes Ende. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und der hochverschuldete Göker flieht in die Türkei.


Foto: sternfilm// © Ulf Schaumlöffel

Mehr zu den Filmen erfahrt ihr im April-Programm!

Kampf der Künste im März

Live-Musik, Fotografie, Schauspiel: Der März bringt ein picke-packe volles Programm im Dokusalon.

Wir starten am 08.03. mit etwas ganz Besonderem: Einem Filmkonzert! Die belgische Band „We Stood Like Kings“ kommt zu Besuch und vertont den Vertov-Klassiker „A Sixth Part of the World“ neu. Vertovs Film zeigt die Lebensstile der vielfaltigen Bevölkerungsgruppen, die Anfang des letzten Jahrhunderts die damalige Sowjetunion bewohnten. Mit Klängen zwischen klassischer Musik und Post-Rock begleitet die Band den Film live.

Am 22.03. geht’s mit „Life in Stills“ dann nach Israel. Miriam & Rudi Weissenstein eröffneten 1940 im Zentrum von Tel Aviv einen Fotoladen. Im Laufe der Jahrzehnte wächst das Archiv des inzwischen begehrten Fotojournalisten auf über 1 Million Negative an, die die Geschichte Israels dokumentieren. Die über 90 Jahre alte Miriam und ihr Enkel Ben verwalten & hüten diesen Schatz, streiten, trauern, kämpfen. Mit der Tradition, der Veränderung.

Am 29.03 begleiten wir mit „Schöne blonde Augen“ schließlich eine Gruppe von Schauspielern mit geistiger Behinderung, die ein Stück zum Thema „Geburt“ entwickelt – es entstehen berührende Verfremdungen und Momente voller Poesie. Ein Film über Liebe, Kommunikation jenseits des Sagbaren und die Herausforderung des Spielens.

Mehr zum Programm: März 2016

Remakes & Repression im Februar

Im Februar verschaffen wir uns einen Überblick über das filmische Erbe der Türkei der 60er und 70er Jahre und begleiten junge Russinen beim Kampf für ihr Recht auf Liebe.

Los geht’s am 09.02. mit „Remake, Remix, Rip-Off“. Der Kompilationsfilm zeichnet die Geschichte der „Yesilçam“, der türkischen Filmindustrie, in den 60er und 70er Jahren nach. Mit geringen Mitteln und viel Pragmatismus entstehen dort tausende Filme – häufig Kopien internationaler Erfolge wie Rambo oder Star Wars. Eine Hommage an die goldene Ära des türkischen Kinos. Regisseur Cem Kaya wird zu Gast sein.

Am 23.02. geht’s mit „Olya’s Love“ dann nach Moskau. Dort engagieren sich Olya und ihre Partnerin in der LGBT-Szene. Vor der Kamera sprechen sie über ihre Beziehung, familiäre Akzeptanz und ihren Aktivismus. Ein Film über Liebe in Zeiten gesellschaftlicher Diskriminierung und politischer Repression.

Das Programm im Detail gibt es HIER

Absturz und Ausverkauf im Januar

Frohes Neues, liebe Dokufreunde!

Wir hoffen ihr seid gesund und munter ins Jahr 2016 gekommen! Und wir hoffen auch, euch bald wieder im Salon begrüßen zu können!
Ohne weitere Umschweife – Unser Programm im Januar:

Los geht’s am 12.01. mit „Nichts für die Ewigkeit“. Zwischen 1993 und 2005 hielt Britta Wandaogo den Alltag, die Gespräche, die gemeinsame Zeit mit ihrem Bruder auf Film fest.
Seine Drogensucht ist dabei omnipräsent: Mal als Nebenerscheinung des Alltags, mal als Zerreißprobe für die ganze Familie. Doch Wandaogo gelingt es, viel mehr zu zeigen als die Chronologie seiner Abhängigkeit. Ihr intimer Film zeigt Dirk mal verladen, schlafend, mal aufwachend und immer wieder charmant. Die Regisseurin wird an diesem Abend zugegen sein!

Am 26.01. geht es dann mit „Hier sprach der Preis“ in die Provinz. Nach Bruchsal-Heidelsheim um genau zu sein. Dort schlägt die letzte Stunde eines insolventen Praktiker Baumarkts. Resigniert und genervt durchleben die letzten Mitarbeiter das Ende ihrer Arbeitsstelle. Sabrina Jägers Film ist ein einfühlsames und mitunter unterhaltsames Zeitdokument der Wirtschaftskrise und ihrer Folgen für den Einzelnen. „Alles muss raus!“

Trailer und weitere Informationen findet ihr hier: Januar 2016

Auf bald!
Euer Salon

Skurrile Begegnungen & ein Wunschkonzert

Eine weitere Sonnenumrundung wäre fast geschafft. Wir verabschieden uns auf einer humorvollen Note aus dem Jahr 2015.

Am 08.12. machen wir uns mit Stanislaw Mucha auf die Reise und entfliehen dem Hamburger grau in grau. In „Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“ geht es auf den Spuren Ovids um ein Meer, durch sieben Länder & zwei Kontinente. Mit spitzbübischem Blick zeigt Mucha eigensinnige Alte, tanzende Kinder und Botox-Händler am Strand. Alltagsbilder einer Welt, in der die Uhren anders ticken.

Am 22.12. lassen wir dann unser Doku-Jahr 2015 gemütlich und heiter ausklingen. Wir bringen drei Filme (#Mockumentary) mit – ihr entscheidet was läuft! Deal?

Knastvögel und Psychopharmaka

Wir freuen uns jetzt schon auf schöne Filmgespräche: An beiden Terminen im November sind Gäste zu Besuch!

Los geht’s am 10.11. mit „Jailbirds – Geschlossene Gesellschaft“ und Regisseur Andrei Schwartz. Der Film gewährt Einblicke in Rumäniens „Vorzeigeknast“ Radova, den Alltag und die Lebensgeschichten seiner Insassen. Unter anderem begegnen wir Gavriel, einem verurteilten Mörder und dem Hauptprotagonisten von Andreis aktuellem Film „Himmelverbot“.

Am 24.11. geht es dann mit „Nicht alles schlucken“ um das immer noch zu häufig tabuisierte Thema psychischer Erkrankungen und ihrer Behandlung mit Psychopharmaka.
Betroffene, Angehörige, Ärzte und Pfleger, schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zu den Chancen und Risiken dieser Medikamente.
Gwen Schulz, Protagonistin und Peer-Beraterin für psychisch Kranke, wird zu Gast sein.

Slamdance und Ordnungswut im Oktober

Schön ordentlich und schön chaotisch geht es im Oktober im Dokusalon zu!

Am 13.10. geht’s los mit „Vom Ordnen der Dinge“, einem schlauen und amüsanten Doku-Essay über den menschlichen Drang die Welt zu vermessen, zu kategorisieren und zu sortieren. Wir begleiten Biologen, Vermessungsingenieure, Städteplaner und Hobbystatistiker bei ihren mal schön, mal wunderlich und mal bedrohlich anmutenden Versuchen der Welt eine Ordnung zu geben.

Am geht es dann mit „Salad Days“ um die Ursprünge der Hardcore-Bewegung, die bis heute Subkulturen und Lebensstile prägt. Neben Interviews mit Szenegrößen wie Henry Rollins, Ian MacKaye, J. Mascis und Dave Grohl gibt es jede Menge historisches Filmmaterial und Fotografien. Absolut sehenswert!




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